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Agora

AGORA der FilmAgora
Genre: Abenteuer/Drama/Geschichte/Romanze
Regie: Alejandro Amenabar
Besetzung: Rachel Weisz, Max Minghella, Oscar Isaac, Ashraf Barhom, Michael Lonsdale, Rupert Evans, Homayoun Ershadi
Kinostart: Dezember 18, 2009

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1 Kommentar - “Agora”

  1. Nagy Malek

    Der Film hat leider nichts mit der wahren Geschichte zu tun.
    Hypatia gilt als die erste Mathematikerin der Geschichte. Die Ägypterin wurde im Jahre 364 n. Chr. in Alexandria geboren. Ihr Vater war Theon, der berĂŒhmte Mathematiker und Astronom am Museion in Alexandria. Ihr Bruder war der Mathematiker Epiphanios. Hypatia lebte in einer Zeit, in der ĂŒber 70% der Bevölkerung Ägyptens Christen (Kopten) waren, und die Christenverfolgung ein hohes Maß annahm. Die Kopten waren mit Leib und Seele echte Pazifisten. (Vergleiche die Biographie des Heiligen Mauritius bzw. der ThebĂ€ischen Legion, um 300 n. Chr.). Hypatia ĂŒbernahm den Lehrstuhl Ihres Vaters an der UniversitĂ€t (Museion) von Alexandria und lehrte dort Mathematik, Geometrie, Astronomie, Astrologie, Philosophie und Rhetorik. Hypatia war keine Vertreterin des Pazifismus: Sie vertrat die Philosophie des s.g. „gerechten Krieges“. Hypatia wurde zur Gegnerin des absoluten Pazifismus und damit auch der damaligen Kirchenlehre . Hypatia sah es als selbstverstĂ€ndlich an, sich in einer nicht gewaltlosen Welt mit Gewalt verteidigen zu mĂŒssen. Hypatias SchĂŒler und Verehrer Synesius war ein ĂŒberzeugter Christ und Pazifist. Eines Tages begleitete Synesius seine Lehrerin Hypatia auf dem Heimweg in einer unruhigen Nacht durch die Straßen von Alexandria. Zwischen Hypatia und Synesius entfachte sich eine krĂ€ftige Diskussion ĂŒber die Notwendigkeit der Selbstver-teidigung. Hypatia zog ihr Messer und griff Synesius an, um ihn zur Selbstverteidigung zu zwingen und ihn in Ihrer Theorie zu bestĂ€tigen. Synesius, wie erwartet, wehrte sich aus Furcht und tötete im Affekt seine Lehrerin Hypatia. Synesius verlor danach den Verstand und kehrte er in seine Heimat Cyrenaika im heutigen Lybien zurĂŒck. Dort verbrachte er bis zu seiner Heilung mehrere Jahre und wurde zum Botschafter der Pentapolis (griech. FĂŒnf StĂ€dte) beim Kaiserhof berufen. Im Jahre 403 heiratete er in Alexandria. 410 wurde er durch Akklamation in Ptolemais zum Bischof berufen und musste von Amts wegen auf die Ehe verzichten. In seiner Funktion als Bischof geriet er in Konflikt mit dem Praeses Andronikus, den er schließlich bannte. Weiterhin musste er sich auch als Kriegsherr bewĂ€hren, da in seiner Amtszeit die Provinz von sĂŒdlichen StĂ€mmen angegriffen wurde und der Bischof Synesius sich mit dem Schwert verteidigen musste.. Der heilige Augustinus (354 – 430 n. Chr.) sprach in seinem Werk „De civitate“ diejenigen von der Verletzung des fĂŒnften Gebotes frei, die einen Gott geschuldeten Krieg (gerechten Krieg) fĂŒhren und verbreitete damit die Philosophie Hypatias in der ganzen Welt. Leider gingen viele wertvolle Informationen ĂŒber die hervorragende Hypatia verloren, als die Araber (642 n.Chr.) die Bibliothek von Alexandria mit mehr als 500.000 Schriftrollen nieder brannten

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